Willkommen in der Welt der Instore und Logistik Dienstleister

ILS lädt zum Branchentreff am 24. Juni 2015 in Berlin


In diesem Jahr feiert der Verband Instore und Logistik Services e.V. (ILS) sein fünfjähriges Jubiläum. Seit der Verbandsgründung am 7. Juli 2010 hat die Branche der Instore Logistik Dienstleister, die vor allem logistische Dienstleistungen im Handel, wie Regalservice, Warenverräumung und -platzierung, Lagerarbeiten, Inventuren und Marktumbauten erbringen, massive Veränderungen erfahren, zuletzt mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. 

Aber auch zukünftig steht die Branche vor großen Herausforderungen. So plant die Bundesarbeitsministerin aktuell, den Einsatz von Werk- und Dienstverträgen stärker zu regulieren. Hier gilt es, weitere Einschränkungen der unternehmerischen Freiheit – wie durch das Mindestlohngesetz – zu verhindern. 

Wir wollen das Verbandsjubiläum nutzen, den Dialog über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen mit allen Unternehmen der Branche zu führen. Deshalb lädt der ILS ein zum Branchentreff der Instore Logistik Services am 24. Juni 2015 in Berlin.

Eingeladen sind Entscheidungsträger aus handelsnahen Dienstleistungsunternehmen aus ganz Deutschland. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nähere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle.

ILS begrüßt Tarifabschluss im Einzelhandel


03, Berlin, 10. Dezember 2013

„Es ist erstaunlich und beachtlich, dass die Gewerkschaft Verdi einer neuen, eigenen Lohngruppe für Warenverräum- und Auffülltätigkeiten zugestimmt hat, die es so bislang nicht gab.“ Das erklärte Michael Jeurgens, Vorsitzender des Verbandes Instore und Logistik Services (ILS) heute in Berlin anlässlich des Tarifabschlusses im Einzelhandel in Baden-Württemberg. „Damit erkennt die Gewerkschaft an, dass es auch im Handel eine Spezialisierung auf einzelne Prozesse gegeben hat und hier ein eigenständiges Gewerk entstanden ist“, so Jeurgens weiter.

Instore Logistik Dienstleister, wie sie im ILS organisiert sind, haben in den letzten Jahrzehnten vor allem einfache logistische Tätigkeiten zunehmend vom Handel übernommen. Es ist ein eigenständiges Dienstleistungsgewerbe mit rund 100.000 Beschäftigten entstanden, das mit hohen Qualitätsansprüchen der Kunden seine Aufgaben auch im Sinne der Verbraucher erfüllt. Die mehr als 100 Unternehmen der Instore Logistik Branche tragen durch ihre Leistung dazu bei, effektivere und effizientere Prozesse im Handel zu implementieren und eine verbraucherfreundliche Preisgestaltung zu ermöglichen.

„Nach einem langen Tarifkonflikt haben unsere Auftraggeber im Handel nun endlich wieder Planungssicherheit und können sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren – Verkauf und Beratung. Die Instore Logistik Dienstleister stehen als Partner des Handels weiter bereit“, sagte der ILS-Vorsitzende.

An den Tarifabschluss im Einzelhandel knüpft Jeurgens aber auch Erwartungen für die Dienstleister: „Wir erhoffen uns nun neue Impulse für eigene Tarifgespräche mit Verdi“, nachdem die Gewerkschaft Tarifverhandlungen mit dem ILS bislang stets abgelehnt hat. „Die selbsternannte Dienstleistungsgewerkschaft sollte aufhören, die Tätigkeit der Instore Logistiker zu skandalisieren, und stattdessen die Arbeitsbedingungen in einem wichtigen Dienstleistungsbereich aktiv mitgestalten“, so Jeurgens weiter. „Der ILS steht für Verhandlungen um einen allgemeinverbindlichen, tariflichen Mindestlohn für die Branche bereit. Damit könnten ‚schwarze Schafe‘ ausgegrenzt werden – im Interesse aller seriösen Marktteilnehmer und ihrer Auftraggeber“, sagte Jeurgens abschließend.

Stellungnahme des ILS zur Diskussion um einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro


25.10.2013: Die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro würde für die Instore Logistik Dienstleister eine Lohnerhöhung von bis 28 Prozent im Westen und 39 Prozent im Osten bedeuten. Kurzfristig ist das natürlich nicht umsetzbar, weshalb wir realistischerweise eine mittelfristige Lösung anstreben. Der ILS befürwortet branchenspezifische, tarifliche Mindestlöhne. Wir haben den Gewerkschaften frühzeitig Verhandlungen hierzu angeboten. Verdi hat Gespräche mit dem ILS aus taktischen Gründen immer abgelehnt. Auch die Gewerkschaft DHV wartet nun erstmal ab, was die Politik entscheidet. Der drohende gesetzliche Mindestlohn stellt deshalb eine harte Belastungsprobe für die Tarifpartnerschaft in unserer Dienstleistungsbranche dar.

Sollte der diskutierte Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro tatsächlich kurzfristig eingeführt werden, rechnen wir mit einer drastischen Marktbereinigung. Im Ergebnis würde sich unsere Dienstleistung deutlich verteuern. Gerade kleinen Unternehmen wird es schwer fallen, die Kostensteigerungen abzufedern und an die Kunden weiterzugeben. Überleben werden die Großen der Branche, die einen Teil der Mehrkosten durch weitere Effizienzsteigerungen ausgleichen werden können. Positiv wäre, dass schwarzen Schafen, die unseren ILS-Tarifvertrag unterlaufen, die Existenzberechtigung entzogen würde. Aber das könnte man auch über einen Branchenmindestlohn erreichen, wie ihn der ILS fordert.

Für die Mitarbeiter würde ein Mindestlohn von 8,50 Euro nur auf den ersten Blick eine Verbesserung bringen. Der Trend zu längeren Arbeitszeiten weg vom Minijob wird sich verstärken. Den bislang überwiegend geringfügig Beschäftigten wird als sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern aufgrund der Sozialabgaben und Steuern im Ergebnis pro Stunde weniger netto vom brutto bleiben als bisher. Zugleich wird die bisherige Arbeit auf weniger Köpfe verteilt werden, so dass wir mit einem deutlichen Rückgang der Beschäftigtenzahlen rechnen. Wenn einige Auftraggeber im Einzelhandel die Instore Logistik zukünftig wieder selbst übernehmen, wird dies wohl vom vorhandenen qualifizierten Personal erledigt werden müssen. Die Geringqualifizierten, Langzeitarbeitslosen und Rentner, die bei uns bisher noch eine Chance bekommen, gehen dann leer aus.

Für Regalfüller - Arbeitgeber fordern Mindestlohn


Situation mit Seltenheitswert: Die Arbeitgeber fordern einen Mindestlohn für die Regalfüller. Die Gewerkschaften lehnen ab, Verdi pocht auf den normalen Tarifvertrag für den Einzelhandel.
Frankfurter Allgemeine (10.07.2013), mehr

Jeurgens als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt


02, Berlin, 18. Juni 2013

Michael Jeurgens wurde bei der Mitgliederversammlung des Verbandes Instore und Logistik Services (ILS) am 17. Juni in Berlin einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt. Der Unternehmer führt den ILS seit dessen Gründung im Jahre 2010.

„Mit dem Abschluss von Tarifverträgen und der Einführung eines TÜV-zertifizierten Gütesiegels hat der ILS bereits wichtige Impulse für bessere Arbeitsbedingungen und einen fairen Wettbewerb in der Instore Logistik Branche gesetzt“, stellte Jeurgens rückblickend auf seine erste Amtszeit fest.

Angesichts anhaltender Kritik wegen vermeintlichen Lohndumpings mahnte Jeurgens zu mehr sozialer Nachhaltigkeit. „Wir müssen noch stärker den Mehrwert unserer Dienstleistung gegenüber unseren Kunden im Handel deutlich machen. ‚Besser statt billiger‘ muss unser Motto sein“, so Jeurgens weiter. „Angesichts unserer hohen Produktivität als spezialisierte Dienstleister können wir selbstbewusst auftreten“, hob der ILS-Vorsitzende hervor.

Im Hinblick auf die im Juli beginnende Tarifrunde für die Instore und Logistik Services wies Jeurgens die gewerkschaftliche Forderung nach 26 % Entgelterhöhung als völlig unrealistisch zurück, zeigte sich aber offen für einen allgemeinverbindlichen, tariflichen Mindestlohn für die Branche. „Damit könnten ‚schwarzen Schafe‘ ausgegrenzt werden – im Interesse aller seriösen Marktteilnehmer und ihrer Auftraggeber“, sagte Jeurgens abschließend.

Branchennews: DUX-Service GbR erhält ILS-Gütesiegel


30.05.2013: Die DUX-Service GbR aus Berlin hat die Zertifizierung durch den TÜV Rheinland erfolgreich bestanden und das ILS-Gütesiegel verliehen bekommen. Das Dienstleistungsunternehmen hat sich mit seinen 20 Mitarbeitern auf die Warenverräumung für den Handel im Berliner Raum spezialisiert. Der Erfolg des kleinen Unternehmens zeigt, dass nicht nur die Großen der Branche Wert auf die Einhaltung von Sozial- und Organisationsstandards legen, sondern auch die vermeintlich Kleinen den hohen Anforderungen des ILS-Gütesiegel-Standards gerecht werden können. Das liegt sowohl im Interesse der Auftraggeber als auch der Mitarbeiter.

ILS kritisiert Weigerungshaltung von ver.di


01, Berlin, 11. März 2013

"Unglaubwürdig und in hohem Maße taktisch getrieben" sind die Klagen der DGB-Gewerkschaft ver.di über schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen. Das erklärte Michael Jeurgens am Rande des Symposiums zum Thema Werkverträge im Bundesarbeitsministerium heute in Berlin.

Der Vorsitzende des Verbandes Instore und Logistik Services e.V. (ILS) reagierte damit auf die anhaltende Weigerung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, sich überhaupt zu Verhandlungen mit dem ILS-Verband an einen Tisch zu setzen. "Es drängt sich der Verdacht auf, dass ver.di und andere nicht an tatsächlich möglichen Verbesserungen für die Beschäftigten interessiert sind, sondern das Thema unter den Stichworten »Lohn-Dumping« und »Missbrauch von Werkverträgen« aus politischen Gründen bis zur Bundestagswahl im Herbst kochen lassen wollen", so Jeurgens. "Leidtragende wären die Arbeitnehmer".

"Unanständig" sei es, so zu tun, als sei die Warenverräumung durch Dienstleister eine Ausweich-Reaktion, um gestiegene Löhne in der Zeitarbeitsbranche zu umgehen. "Seit mehr als 25 Jahren hat sich die Branche der Instore Logistik als eigenständige Dienstleistung entwickelt und umfasst heute rund 100.000 Arbeitsplätze", sagte Michael Jeurgens. Rund die Hälfte dieser Arbeitsplätze werde von bundesweit tätigen Dienstleistungsunternehmen angeboten, die sich im ILS-Verband zu genau dem Zweck zusammengeschlossen hätten, um verbindliche Mindeststandards in Tarifverträgen zu vereinbaren. "Es ist zynisch, wenn ver.di sich zum Anwalt der Beschäftigten aufschwingt, aber genau diese Menschen dadurch im Regen stehen lässt, indem sie mit fadenscheinigen Argumenten Gesprächen und gar Verhandlungen mit dem ILS-Verband aus dem Weg geht," erläuterte der ILS-Vorsitzende.

Es gebe seitens des ILS keinerlei Vorbedingungen für Gespräche, außer dass man sich "die Existenzberechtigung einer Branche, die älter ist als ver.di selbst und die im Unterschied zu ver.di weiter wächst" nicht absprechen lassen will, so Jeurgens abschließend.

FDP-Fraktionsvize Dr. Kolb zu Gast bei ILS-Mitgliederversammlung


Dr. Heinrich L. Kolb (MdB) und der ILS-Vorsitzende Michael Jeurgens

Am 17. Oktober 2012 fand im Verbändehaus Handel - Dienstleistung - Tourismus in Berlin die ILS-Mitgliederversammlung statt. Neben Schwerpunktthemen wie der aktuellen tarifpolitischen Situation, einem Ausblick auf die Tarifrunde 2013 und der strategischen Ausrichtung des Verbandes stand im Mittelpunkt der Veranstaltung der Besuch des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Dr. Heinrich L. Kolb.

Dr. Kolb berichtete über das aktuelle Gesetzgebungsverfahren zur Reform der Minijobs und stellte die Position der FDP in der Debatte um einen gesetzlichen Mindestlohn und Werkverträge dar. In der anschließenden Diskussion hatten die Mitglieder Gelegenheit, den Politiker auf Probleme aus der Unternehmenspraxis hinzuweisen.

Der ILS wird den Dialog mit allen Parteien und politisch Verantwortlichen fortsetzen.